Eine Woche lang sind wir mit euch über das Thema "Geschlechter(un)gerechte Hochschulen" in Kontakt gekommen. Aber das reicht uns noch nicht. Deswegen veranstalten wir vier Nachfolgeveranstaltungen (8. Juni / 28. September / 19. Oktober / 16. November). Ausgewählte Speaker:innen werden Input liefern, über den wir in Kontakt miteinander kommen. Wir werden diskutieren und uns fragen: Wie sieht eine Hochschule aus, die für Alle da ist?

! Die 2. Veranstaltung mussten wir vom 28. September auf den 30. November verschieben. Bleibt gespannt.


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Da wir nun wieder in der Anfangsphase der Programmgestaltung sind, werden sich die Ankündigungen mit der Zeit erst näher konkretisieren.


8. Juni

Klima & Gender – Vortrag und Diskussion von und mit Prof. Dr. Gabriele Winker

Zeit: Dienstag, 08.06.2021 / 19 Uhr
Speaker:in: Prof. Dr. Gabriele Winker

Am 8. Juni werden wir uns damit beschäftigen, wie Klima und Gender zusammenhängen. Klingt irgendwie erstmal ziemlich abstrakt, aber wie absurd wäre es denn anzunehmen, ausgerechnet das große Problem unserer Zeit wäre nicht auch geprägt von und verstrickt mit Geschlechterungerechtigkeit?
Sorgearbeit ist ein lebensnotwendiges Fundament der Gesellschaft. Ohne die vielen Menschen, die sich tagtäglich um Kinder kümmern, unterstützungsbedürftige Angehörige pflegen oder Menschen in Not helfen, würde diese sofort zusammenbrechen. Gleichzeitig werden diejenigen, die diese Arbeit übernehmen, ebenso überbeansprucht wie die Ökosysteme und ihre Stoffkreisläufe, auf denen alles Leben beruht. Diese Probleme sind letztendlich in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung nicht lösbar. Daher müssen wir profitorientiertes Wirtschaften radikal einschränken zugunsten einer Care-Ökonomie, die sich an gelingenden Sorgebeziehungen und der Belastbarkeit der Ökosysteme orientiert. Das Konzept der Care Revolution eröffnet den Weg in eine Gesellschaft, die von Sorge und Solidarität statt von Konkurrenz und Ausgrenzung geprägt ist.

Gabriele Winker (Prof. Dr.) ist Sozialwissenschaftlerin und Mitbegründerin des Netzwerks Care Revolution. Sie war Professorin für Arbeitswissenschaft und Gender Studies an der Technischen Universität Hamburg.

19. Oktober

Sprache & Gender

Zeit: Dienstag, 19.10.2021 / 19 Uhr
Speaker:in: Aşkın-Hayat Doğan, Diversity- und Empowerment-Trainer, Sensitivity Reader, Übersetzer http://www.ask-dogan.de

Geschlechtergerechte Sprache löst häufig Unsicherheiten und Widerstände in der Gesellschaft aus: Vielfältige Formen, unterschiedliche Richtlinien und abweichende Vorstellungen können im Kontext von Studium und Beruf, aber auch im privaten Sprachgebrauch zu einer Überforderung führen. Wird im Alltag noch vorwiegend das generische Maskulinum verwendet, geht dieser Vortrag unter anderem darauf ein, inwiefern diskriminierungssensible Sprache Ausgrenzungen vermeiden kann. In dieser Veranstaltung gehen wir gemeinsam den Fragen nach, wie Sprache und Macht miteinander verbunden sind, was Framings sind, und vor allem, was geschlechtergerechte Sprache tatsächlich bedeutet.

16. November

Frauen in der Philosophie


Zeit: Dienstag, 16.11.2021 / 19 Uhr

Okay, Hannah Arendt kennen wir dann doch fast alle. Und Simone de Beauvoir (hoffentlich nicht nur als Wegbegleiterin Sartres). Und dann? Viele können auch nach ein paar Semestern Philosophiestudium die großen Philosophinnen, die sie kennengelernt haben, an einer Hand abzählen, aber kennen sich dafür wahnsinnig gut mit den Gedanken alter, weißer, reicher Typen aus. Woran es liegt, dass diese im Diskurs so präsent sind, welche interessanten Philosophinnen es noch so gibt und wie Philosophiekurse gestaltet sein könnten, in denen wir auch von klugen Frauen hören, besprechen wir im November.

30. November

Wissenschaft und Heteronormativität


Zeit: Dienstag, 30.10.2021 / 19 Uhr
Speaker:in: PD Dr. Urmila Goel, Privatdozentin, Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin, http://www.urmila.de

Heteronormativität, also die Setzung von Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität als Norm, prägt unsere Gesellschaft. Wir können uns dem Machtverhältnis nicht entziehen, sondern werden durch es zu Subjekten und müssen uns zu ihm verhalten. Die Wissenschaft ist auf viele Weisen mit Heteronormativität verbunden. Sie produziert Wissen zur (De)Stabilisierung der Heteronormativität. Forschende und Studierende genauso wie die Infrastruktur der Hochschulen sind durch Heteronormativität geprägt. Der Vortrag wird die vielfältigen Verflechtungen zwischen Heteronormativität und Wissenschaft erkunden und dabei insbesondere ihre Normalität darstellen.

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